Demonstrationen gegen Maßnahmen in Italien und Schweiz

In Italien haben landesweit zahlreiche Menschen erneut gegen die CoV-Politik der Regierung demonstriert. In der norditalienischen Metropole Mailand versammelten sich gestern der Nachrichtenagentur ANSA zufolge etwa 4.000 Menschen am Friedensbogen Arco della Pace. Dort sprach auch der als Impfgegner bekannte Robert Kennedy Jr., der Neffe des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy. In Rom demonstrierten nach Behördenangaben etwa 400 Menschen.

Robert F. Kennedy Jr. bei einer Rede in Italien
AP/Antonio Calanni

Die Gegner und Gegnerinnen lehnen unter anderem den „Grünen Pass“ ab. Mit dem digitalen oder ausdruckbaren Zertifikat können Menschen nachweisen, gegen Covid-19 geimpft, negativ getestet oder nachweislich genesen zu sein.

Die Regierung von Mario Draghi hatte den „Grünen Pass“ Mitte Oktober ausgeweitet. Seitdem gilt die 3-G-Regel, um zur Arbeit gehen zu können. Unter den Demonstrierenden sind aber auch Gegner der CoV-Impfungen, die in Italien „No Vax“ genannt werden.

Proteste auch in der Schweiz

In Genf demonstrierten mehrere tausend Menschen gegen geltende und geplante Maßnahmen. Den Organisatoren des Protestmarschs zufolge nahmen etwa 5.000 Menschen teil. Die Polizei sprach von 2.500 Teilnehmern. Auf Plakaten und in Sprechchören prangerten die Demonstranten „Zwangsimpfungen“, „Massenüberwachung“ und „Diskriminierung“ an.

Die Demonstration fand auch vor dem Hintergrund einer am 28. November geplanten Volksabstimmung über ein neues Pandemiegesetz statt. Das Gesetz soll den rechtlichen Rahmen für den verpflichtenden Einsatz eines Gesundheitspasses für den Nachweis von Impfung, Genesung oder Testergebnissen und weitere Möglichkeiten zur Kontaktnachverfolgung schaffen.