Tschechien schickt Soldaten in überlastete Krankenhäuser

In Tschechien kommen erstmals seit Monaten wieder Soldaten überlasteten Krankenhäusern und Altersheimen zu Hilfe. Die Armee schickte gestern 40 ihrer Angehörigen in zwei östliche Verwaltungsregionen, wie eine Sprecherin in Prag mitteilte. Die Soldaten sollen unter anderem als Hilfskräfte im Pflegedienst eingesetzt werden. Weitere Einsätze sollen folgen.

Wegen einer steigenden Zahl an CoV-Patientinnen und -Patienten müssen viele Krankenhäuser einen Teil der planbaren Operationen verschieben, darunter die Unikliniken in Brno und Plzen. Ein Regierungsbeschluss ermöglicht es, bis zu 900 Soldaten im Kampf gegen die Pandemie einzusetzen.

Mit dieser Woche trat eine Verordnung in Kraft, wonach sich ungeimpfte Pflegekräfte einmal wöchentlich testen lassen müssen. Nur knapp 6,2 Millionen der 10,7 Millionen Einwohner Tschechiens sind vollständig geschützt. Die Zahl der CoV-Fälle steigt weiter an. Innerhalb von sieben Tagen gab es nach aktuellen Zahlen 718 bestätigte Neuinfektionen je 100.000 Einwohner.