Italien schließt Lockdown nach österreichischem Vorbild aus

Die italienische Regierung schließt einen Lockdown für Ungeimpfte nach österreichischem Vorbild aus. Die Infektionszahlen seien unter Kontrolle, eine Verschärfung der Restriktionen sei daher nicht notwendig, sagte Regionenministerin Mariastella Gelmini gestern.

„Die Regierung hat Entscheidungen getroffen, die es unserem Land ermöglichen, offen zu halten. Bei uns sind 84 Prozent der Bürger mit zwei Dosen geimpft. Die Regierung verfolgt mit großer Aufmerksamkeit die Entwicklung der Ansteckungsgefahr und drängt auf die dritte Dosis. Die getroffenen Entscheidungen erlauben es uns, die Situation einigermaßen gelassen zu betrachten, aber es ist klar, dass wir uns in den schwierigsten Monaten befinden. Wir werden prüfen, ob es notwendig ist, die Regeln, die wir uns gegeben haben, im Laufe der Zeit zu ändern“, sagte Gelmini.

„Sollten der großen Mehrheit des Landes dankbar sein“

„Ich bin zuversichtlich, denn ich sehe, dass die Italiener geimpft sind, sich an die Regeln halten und eine Maske tragen. Ich denke, wir sollten der großen Mehrheit des Landes dankbar sein, die den Impfpass akzeptiert hat, sich geimpft hat, gezeigt hat, dass sie den Ernst der Pandemie verstanden hat und ihren eigenen Beitrag geleistet hat“, so Gelmini.

Die Ministerin reagierte auf die Forderung einiger Präsidenten von Regionen, die einen Lockdown für Ungeimpfte nach österreichischem Muster vorgeschlagen hatten.