Haftstrafe für „Pater Don Romano“ in Frankreich

In Südfrankreich ist ein Serienbetrüger zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Über 20 Jahre lang hatte er als angeblicher Geistlicher „Pater Don Romano“ sein Unwesen getrieben.

In dem nun vor Gericht verhandelten Fall hatte sich der Mann als Franziskanermönch ausgegeben und einer gutwilligen Gläubigen 2.500 Euro entlockt, die angeblich für ein Kinderheim in Afrika bestimmt waren. Ein Gericht verurteilte ihn zu 30 Monaten Haft ohne Bewährung, wie die Zeitung „Nice Matin“ heute berichtete.

Mehrfach verurteilt

Quer durch Frankreich hat „Don Romano“ als vermeintlicher Priester immer wieder das Wohlwollen von Kirchengemeinden ausgenutzt, sich einquartieren lassen, Messen gelesen, die Beichte abgenommen und Geld erschlichen.

Etliche Male wanderte er dafür ins Gefängnis. Im Priestergewand, mit theologischem Wissen und einem einnehmenden Wesen gelang es ihm aber nach Medienberichten stets aufs Neue, die Menschen hinters Licht zu führen.

Im südfranzösischen Toulon flog er 2018 auf, weil er zu dick auftrug und sich als Untersekretär des Vatikans ausgab. Einer der Priester, bei denen er sich eingenistet hatte, enttarnte ihn nach einigen Recherchen im Internet.