Gutachten: Anteil der Pensionsausgaben am BIP stagniert ab 2030

Der Anteil der Gesamtausgaben des Staates für die Pensionen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird noch bis 2030 steigen und dann bis 2070 leicht zurückgehen. Zurückzuführen ist das darauf, dass zwar die Kosten für Angestellte, Selbstständige und Bauern weiter wachsen, jene für die Beamten aber kontinuierlich sinken.

Das geht aus den der APA vorliegenden Gutachten der Alterssicherungskommission hervor, die in ihrer Sitzung am Dienstag kommender Woche behandelt werden. Insgesamt werden vier Gutachten besprochen, je ein langfristiges und ein kurzfristiges für die allgemeine Pensionsversicherung und für die Beamten.

Die Sitzung wird zum letzten Mal unter dem Vorsitz des früheren Sektionschefs und Kurzzeitministers Walter Pöltner stattfinden, der aus Protest gegen die Pensionserhöhungen seinen Rücktritt angekündigt hat. Ein Nachfolger ist vorerst noch nicht in Sicht.

In absoluten Zahlen fast Verdoppelung

Aus den beiden Langfristgutachten geht hervor, dass sich die Bundesmittel in absoluten Zahlen zwar von heuer 24 Milliarden Euro (11,2 Mrd. für gesetzliche Pensionen, 12,8 Mrd. für Beamte) auf 48,1 Mrd (42,8 Mrd. für gesetzliche Pensionen, 5,3 für Beamte) im Jahr 2070 verdoppeln.

Gemessen an der prognostizierten Wirtschaftsleistung steigen die Ausgaben insgesamt aber einige Jahre nur noch moderat, um dann zu stagnieren und bis 2070 sogar leicht zu sinken. Konkret sollen die Kosten für den Staat von 6,2 Prozent des BIP heuer bis 2030 auf 6,8 Prozent wachsen. Danach stagnieren sie, um bis 2070 auf 6,5 Prozent zu sinken.

Weniger Beamte

Verantwortlich dafür sind zwei gegenläufige Entwicklungen. Bei den Arbeitern, Angestellten, Selbstständigen und Bauern verdoppeln sich die Ausgaben von heuer 2,9 Prozent des BIP bis 2060 auf 6,0 Prozent um dann bis 2070 wieder leicht auf 5,8 Prozent zu sinken.

Weitgehend kompensiert wird dieser Anstieg aber von sinkenden Kosten für die Beamten. Hier sinkt der Pensionsaufwand von heuer 3,3 Prozent auf 0,7 Prozent des BIP im Jahr 2057, wo er bis 2070 bleiben soll.