FPÖ distanziert sich von Mölzers Aussagen zu Impfpflicht

Die FPÖ distanziert sich von den Aussagen ihres ehemaligen EU-Mandatars Andreas Mölzer zur CoV-Impfpflicht. Mölzer hatte gesagt, er könne sich eine solche Maßnahme vorstellen „wenn es uns nützt und wenn es auch verfassungsrechtlich hält“. Mölzers Meinung sei eine Privatmeinung und nicht Parteilinie, so die Bundespartei heute. Mit der „DNA“ der Freiheitlichen sei diese nicht vereinbar.

Auch Mölzer hatte betont: „Ich bin wirklich da nicht ganz auf Parteilinie.“ Der Herausgeber der rechten Wochenzeitschrift „Zur Zeit“ hatte auch selbst Erfahrung mit der Krankheit gemacht. Nach zweifacher AstraZeneca-Impfung erkrankte er kürzlich an Covid-19. Auch beim „dritten Stich“ sei er nicht auf Parteilinie, sagte Mölzer außerdem. Er werde sich ein drittes Mal impfen lassen.

Riess: „Unter Haider hätte es das nicht gegeben“

Nicht nur Mölzer, mit Susanne Riess kritisierte eine weitere ehemalige FPÖ-Spitzenpolitikerin Kickl. Die Wüstenrot-Generaldirektorin und ehemalige Vizekanzlerin sagte im „Kurier“ (Onlineausgabe): „Ich halte die Politik von Herbert Kickl für verantwortungslos und verstehe auch nicht, dass man dagegen nicht mehr unternehmen kann.“

Und: „Ich bin überzeugt, unter Jörg Haider hätte es so eine Politik nicht gegeben.“ „Gänsehaut“ bekomme Riess außerdem bei der FPÖ-Abgeordneten Dagmar Belakowitsch: „Sie ist für mich die weibliche Inkarnation der schlimmsten Figuren.“

Mölzers Aussagen nahm unterdessen die stellvertretende Generalsekretärin der ÖVP, Gabriela Schwarz, zum Anlass, die FPÖ und insbesondere deren Parteichef ins Gebet zu nehmen. „Herbert Kickls brandgefährliche Corona-Verharmlosung hat dramatische Konsequenzen“, sagte sie und sprach die überlasteten Intensivstationen im Land an. Immerhin beginne die „Kickl-Front“ mit Mölzer und dem oberösterreichischen Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner zu bröckeln, glaubt Schwarz.