Omikron-Variante in mindestens 23 Ländern entdeckt

Die neue und als besorgniserregend eingestufte Coronavirus-Variante Omikron ist bis heute in mindestens 23 Ländern entdeckt worden, darunter Österreich. Das geht aus dem Melderegister der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor, wie WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf berichtete. Die Zahl werde mit Sicherheit steigen.

Wie gut die verfügbaren Impfstoffe bei einer Infektion mit der Omikron-Variante vor einem schweren Verlauf schützen, sei noch nicht klar, betonte Covid-19-Expertin Maria van Kerkhove. Die Studien brauchten Zeit. In Südafrika sei die Zahl der Krankenhauseinweisungen gestiegen, aber das könne auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass sich mehr Menschen infizieren, nicht dass die Omikron-Variante einen schlimmeren Verlauf verursacht als andere Varianten.

Van Kerkhove betonte, es dürfe nicht in Vergessenheit geraten, dass das Infektionsgeschehen zurzeit weltweit von der Delta-Variante getrieben werde. Davor schützten die vorhandenen Impfstoffe sehr effektiv. Sie rief alle Länder auf, die Impfungen zu forcieren. Sie appellierte an reiche Länder, mehr Impfdosen so schnell wie möglich für ärmere Länder zur Verfügung zu stellen.