13.000 ELGA-Abmeldungen nach Aufrufen von Impfgegnern

Nach den Aufrufen von Impfgegnern haben sich in den letzten fünf Wochen rund 13.000 Menschen von der Elektronischen Gesundheitsakte ELGA abgemeldet. Diese Zahl hat der Dachverband der Sozialversicherungsträger heute auf Anfrage der APA bekanntgegeben. Sowohl ELGA-Geschäftsführer Franz Leisch als auch der Kovorsitzende des Dachverbandes, Peter Lehner, stellten aber klar, dass mit einer ELGA-Abmeldung keine Abmeldung vom E-Impfpass erfolgt.

In den vergangenen Wochen ist in verschiedenen Social-Media-Gruppen von Impfgegnern zu einem Ausstieg aus der elektronischen Gesundheitsakte aufgerufen worden. Impfskeptiker wollten so offenbar die bevorstehende Impfpflicht umgehen.

Tatsächlich haben sich nach Daten des Dachverbandes mit Stand gestern insgesamt 270.000 abgemeldet. Bemerkenswert ist dabei, dass diese Zahl immer noch geringer ist als vor einem Jahr. Mit 1. Dezember 2020 war die Zahl der Abmeldungen bei 297.000 gelegen. Im Laufe des Jahres hatten sich aber rund 40.000 Menschen wieder angemeldet – wohl auch wegen der Gratistests in Apotheken, für die die automatische ELGA-Registrierung erforderlich war.

Keine Abmeldung vom E-Impfpass, dafür Nachteile

Lehner sagte: „Mit einer ELGA-Abmeldung erfolgt keine Abmeldung vom E-Impfpass. Es gibt kein Opt-Out für den E-Impfpass.“

Leisch führte zudem die sich durch eine Abmeldung ergebenden Nachteile an: „Wenn man sich bei ELGA abmeldet, verliert man die Vorteile zur Patientensicherheit und Komfort. Etwa die telefonischen Verschreibungen durch die Ärzte oder dass Mediziner auf Rohbefunde zugreifen können. Den Impfpass behält man aber weiter“, betonte der ELGA-Geschäftsführer im ORF.