Spanischer Regierungschef beruft Krisensitzung ein

Spaniens Regierungschef Pedro Sanchez hat wegen schnell steigender CoV-Zahlen eine Krisensitzung für Mittwoch einberufen. Bei der Videokonferenz mit den Präsidenten der autonomen Gemeinschaften solle es um Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gehen, sagte Sanchez bei einer heute landesweit ausgestrahlten TV-Ansprache.

Die hochansteckende Omikron-Variante des Virus zirkuliert auch in Spanien und dürfte nach Einschätzung von Experten schon bald vorherrschend sein. Die Gefahr durch das Virus sei auch in Spanien trotz der hohen Impfquote von 90 Prozent aller Bürger über zwölf Jahren „real“, warnte Sanchez.

Die Infektionszahlen sind in der mittlerweile sechsten CoV-Welle des zu Beginn der Pandemie schwer getroffenen Landes schnell auf eine 7-Tage-Inzidenz von nun fast 320 gestiegen. „Diese Inzidenz können wir nicht hinnehmen. Wir müssen unsere Anstrengungen erhöhen“, so der Regierungschef.

Lockdown derzeit nicht Thema

Ein neuer Notstand oder andere drastische Maßnahmen wie ein Lockdown werden jedoch nicht erwartet, weil die Lage in den Krankenhäusern nicht so dramatisch ist wie im vergangenen Jahr. Derzeit liegen gut 1.300 CoV-Patienten auf Intensivstationen und belegen damit 14 Prozent der Kapazitäten.

Bisher beschränken sich die CoV-Maßnahmen in mehreren Regionen auf die 3-G-Regel – geimpft, genesen oder getestet – beim Betreten vieler öffentlicher Innenräume, auf Beschränkungen bei der Auslastung von Gaststätten, Kinos und Konzerthallen sowie auf eine allgemeine Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen sowie teilweise auch im Freien.

Nur auf den Kanaren wurde auch die Teilnehmerzahl von Treffen zu Hause begrenzt. In Barcelona demonstrierten am Wochenende wieder mehrere tausend Menschen gegen CoV-Beschränkungen.