Bruno-Kreisky-Preis 2021 geht an Eva Menasse

Der Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch des Jahres 2021 geht an Eva Menasse für ihren Roman „Dunkelblum“. Bei dem Werk, das sich an das Massaker von Rechnitz vom März 1945 anhand des Verschweigens, Vergessens und Verdrängens der Menschen im fiktiven Ort Dunkelblum annähert, handle es sich um ein „Meisterwerk“, teilte das Karl-Renner-Institut in einer Aussendung mit.

Die Autorin Eva Menasse
APA/Roland Schlager

Menasse gelinge es, „die Zustände des alltäglich-banalen menschlichen Zusammenlebens zu beschreiben, in denen eben auch haarsträubende Gräuel passieren können“. Dabei seien ihre Beschreibungen präzise und erfolgten mit der gebotenen Ernsthaftigkeit. Dennoch sei auch Raum für den Witz satirischer Überzeichnung gegeben, so die Begründung für die Auszeichnung.

Preis für publizistisches Gesamtwerk an Schuh

Franz Schuh erhält den Preis für das publizistische Gesamtwerk. Er sei einer der „pointiertesten und hintergründigsten Essayisten dieser Republik“, dessen Schreiben „stets getragen von einer Gesinnung des Humanismus, der Toleranz, der Weltoffenheit und der Selbstironie“ getragen sei.

Der Sonderpreis „Arbeitswelten – Bildungswelten“ geht an Günther Sandner und Boris Ginner für ihr Buch „Emanzipatorische Bildung – Wege aus der sozialen Ungleichheit“. Der Anerkennungspreis wird heuer zweifach vergeben. Natascha Strobl erhält ihn für ihre Schrift „Radikalisierter Konservatismus – Eine Analyse“, Osama Abu El Hosna für sein Buch „Wie wir nicht sind – Mein Plädoyer gegen Vorurteile“.