Teststrategie erneut Thema bei GECKO-Sitzung

Die gesamtstaatliche Covid-Krisenkoordination (GECKO) wird auch heute aktuelle Themen, darunter die Teststrategie, beleuchten. Nachdem sich am Vortag sowohl Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer als auch die oberösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (beide ÖVP) dafür ausgesprochen hatten, die nicht überwachten „Wohnzimmer“-Antigen-Selbsttests wieder zuzulassen, verwies man nun im Gesundheitsministerium auf APA-Anfrage auf das GECKO-Gremium.

„GECKO wird sich heute mit aktuellen Fragestellungen, darunter auch der Themenbereich ‚Testen‘, auseinandersetzen“, hieß es aus dem Büro von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne).

OÖ und Salzburg wollen zurück zu Wohnzimmertests

Haslauer und Haberlander hatten die Wiederzulassung der Selbsttests gefordert. Haslauer sagte, GECKO solle diese wieder anerkennen, zumindest als Notfallprogramm. Begründet wurde das damit, dass Experten des Landes Salzburg damit rechnen, dass die PCR-Teststrategie angesichts der hohen Zahl an Neuinfektionen ab Ende kommende Woche an ihre Grenzen stoßen wird. Ergebnisse können dann nicht mehr in angemessener Zeit übermittelt werden.

Haberlander forderte in einem Brief an Mückstein, dass die Antigen-Schnelltests „zur Eigenanwendung“ wieder als 3-G-Nachweis am Arbeitsplatz anerkannt und auch wieder kostenlos in Apotheken an die Bevölkerung ausgegeben werden. Man befinde sich „mitten in der Omikron-Welle“, und das habe auch Auswirkungen auf die Test- und Laborkapazitäten. Sie verwies auf andere Länder, die ihre Teststrategie ebenfalls umgestellt hätten.

Auch Expertinnen und Experten stellen Strategie infrage

In den Tagen davor hatten bekannte Mediziner wie die Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl und der Infektiologe Günter Weiss das breite Testen insgesamt infrage gestellt. Generalmajor Thomas Starlinger, der in der GECKO-Untergruppe zum Testen sitzt, hatte Donnerstagabend gemeint, man werde gezwungen sein, Schwerpunkte in gewissen Bereichen zu setzen und auch auf Antigen-Tests zurückzugreifen.

In Wien wurde hingegen bereits am Mittwoch seitens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) klargestellt, dass es weiterhin das breite PCR-Testangebot geben werde. Die Tests gäben den Menschen Sicherheit, und er denke nicht im Traum daran, den Menschen diese Sicherheit zu nehmen, betonte er. Auch seitens der Tiroler Landesregierung hieß es am Donnerstag, man wolle an den großflächigen Testungen festhalten.

Trotz Pannen: Weitere PCR-Schultests am Montag geplant

Das Bildungsministerium unter ÖVP-Minister Martin Polaschek hält trotz der aktuellen Technikprobleme am Plan fest, ab Montag an allen Schulen zweimal pro Woche die sensibleren PCR-Tests einzusetzen. „Die Bietergemeinschaft hat zugesagt, die Probleme bis zur kommenden Woche zu lösen“, hieß es aus dem Ministerium zur APA.

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