ÖVP-Chats: Rendi-Wagner wünscht sich ehrliche Entschuldigung

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner ist „sehr befremdet“ über die herabwürdigende Wortwahl der niederösterreichischen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) – die in einer SMS im Jahr 2016 geschrieben hatte „Rote bleiben Gsindl“. Sie hätte sich von Mikl-Leitner eine „bisschen ehrlichere, tiefgehendere und umfassendere Entschuldigung gewünscht“, sagte Rendi-Wagner gestern in der ZIB2.

Rendi-Wagner weiter für Impfpflicht

SPÖ-Bundesparteivorsitzende und -Klubchefin Pamela Rendi-Wagner sprach im ZIB2-Interview nicht nur die Impfpflicht, sondern auch die ÖVP-Chats an.

Menschen als „Gsindl“ zu bezeichnen, habe etwas „extrem Herabwürdigendes, Arrogantes, Von-oben-herab-Betrachtendes“. Eine solche Wortwahl dürfe es eigentlich in der Politik nicht geben, sagte Rendi-Wagner. Außerdem versicherte sie, dass es mit ihr keine Sideletters oder sonstige Nebenabsprachen geben würde, sollte sie über eine Koalition verhandeln – anders als, wie jüngst bekanntgeworden war, zwischen ÖVP und Grünen.

Mikl-Leitner hatte am Montag, nachdem die „Gsindl“-SMS aus der Zeit der rot-schwarzen Koalition publik geworden war, per Aussendung erklärt: „So sollte man weder miteinander noch übereinander reden. Und ich möchte mich ausdrücklich bei jeder und jedem einzelnen entschuldigen, die oder der sich von dieser Nachricht aus der Vergangenheit angesprochen und beleidigt fühlt.“