OECD beendet Beitrittsverhandlungen mit Russland formell

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die auf Eis liegenden Beitrittsverhandlungen Russlands formell beendet. Das geschehe in Antwort auf den russischen Angriff auf die Ukraine, hieß es heute.

Die OECD hatte die 2007 beschlossenen Aufnahmegespräche bereits 2014 gestoppt. Der OECD-Rat entschied zudem, das Büro der Industriestaatenorganisation in Moskau zu schließen. Man wolle Russland außerdem nicht mehr auf Ministerebene einladen.

Alle Projekte gestoppt

Die Organisation teilte mit, in den kommenden Tagen und Wochen die Zusammenarbeit mit Russland weiter überdenken zu wollen. Gleichzeitig wolle man prüfen, wie die ukrainische Regierung besser unterstützt werden könne.

Der OECD-Rat bat den Generalsekretär der Organisation weiters darum, keine neuen Vereinbarungen über freiwillige Beiträge mit Russland einzugehen und noch nicht begonnene Projekte, die durch eine solche russische Leistung finanziert würden, zu stoppen.

Die OECD hatte den russischen Angriff auf die Ukraine zuvor aufs Schärfste verurteilt. Es handle sich um eine eklatante Verletzung des Völkerrechts und eine ernsthafte Bedrohung der internationalen Ordnung.