UNO braucht mehr Geld für humanitäre Hilfe

Die UNO will ihre humanitäre Hilfe in der Ukraine aufstocken, braucht dafür aber deutlich mehr Sicherheitsgarantien und Geld. „Die Vereinten Nationen haben ihre humanitäre Präsenz in der Ukraine ausgebaut. Wir wollen das fortführen“, sagte UNO-Nothilfekoordinator Martin Griffiths gestern per Video dem UNO-Sicherheitsrat in New York. Zuvor hatte UNO-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi gesagt, dass sich die UNO auf bis zu vier Millionen Flüchtlinge einstelle.

Grandi sagte, dass schon 520.000 Menschen aus der Ukraine in umliegende Länder geflüchtet seien, darunter Polen, Ungarn, Rumänien, die Slowakei und Russland. So einen raschen Anstieg der Flüchtlingszahl habe er selten gesehen, sagte der UNO-Kommissar.

Sicherheitsgarantien fehlen

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) werde in der Ukraine bleiben, um die Menschen dort mit dem Nötigsten zu versorgen. Die Aktivitäten sollen noch ausgebaut werden, auch wenn einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wegen der Kämpfe hätten verlegt werden müssen.

„Wir wissen aber, dass wir noch nicht einmal an der Oberfläche kratzen, wenn es darum geht, was die Menschen in der Ukraine brauchen.“ Grandi forderte die internationale Gemeinschaft auf, rasch zu handeln. „Wenn wir das nicht schaffen, könnte es für uns alle zu spät sein.“

Griffiths beklagte, dass die Bewegungsfreiheit der Helfenden in der Ukraine wegen anhaltender Kämpfe und fehlender Sicherheitsgarantien „ernsthaft eingeschränkt“ sei. Insgesamt seien derzeit 119 humanitäre Organisationen in der Ukraine tätig.