Der Iran hat im vergangenen Quartal seinen Vorrat an hoch angereichertem Uran weiter erhöht. Während der Verhandlungen zur Rettung des iranischen Atomabkommens stellte die Islamische Republik 15,5 Kilogramm dieser Chemikalie her, die relativ schnell zu waffenfähigem Material weiterverarbeitet werden könnte.
Das ging heute aus dem jüngsten Iran-Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hervor. Insgesamt verfügt der Iran nun über mehr als 33 Kilo an solchem Uran mit einem Reinheitsgrad von bis zu 60 Prozent.
Laut dem Atompakt von 2015, der die Entwicklung von iranischen Nuklearwaffen verhindern soll, darf Teheran nur niedrig angereichtertes Uran als Brennstoff für Atomkraftwerke herstellen.
Inspektionen eingeschränkt
Nachdem die Vereinigten Staaten 2018 aus dem Abkommen ausstiegen und Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verhängten, reagierte Teheran mit dem Bruch verschiedener Vereinbarungen aus dem Atomabkommen. Unter anderem wurden auch IAEA-Inspektionen „schwerwiegend“ einschränkt, wie im Bericht heute erneut festgestellt wurde.
Diplomaten bzw. Diplomatinnen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China versuchen in Wien, in den kommenden Tagen eine Einigung zwischen dem Iran und den USA zu erreichen, um das Atomabkommen wiederherzustellen. Ein Plan zur Aufhebung von US-Sanktionen und zur neuerlichen Beschränkung des iranischen Atomprogramms liegt auf dem Tisch. Letzte Details werden laut Diplomatinnen und Diplomaten noch verhandelt.