Mindestens 13 syrische Soldaten bei Angriff getötet

Bei einem Angriff auf syrische Regierungstruppen sind gestern mindestens 13 Soldaten getötet worden. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) habe in der Wüste von Palmyra einen Bus mit den Soldaten attackiert, meldete die amtliche Nachrichtenagentur SANA und sprach von 13 Toten und 18 Verletzten. Der IS bekannte sich bisher nicht zu dem Angriff.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien gab die Zahl der Toten mit 15 an. Die Beobachtungsstelle erklärte, seit Jahresbeginn seien bereits 61 Soldaten und Angehörige von proiranischen Milizen von IS-Kämpfern in der Wüste getötet worden.

Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte bezieht ihre Informationen von einem Netz von Informanten in Syrien. Die Angaben der Organisation lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen.

Zwei Tote bei Raketeneinschlag

Heute meldete die Nachrichtenagentur SANA zudem zwei Tote nach israelischen Raketenangriffen nahe Damaskus. Israel habe die Angriffe gegen 5.00 Uhr (Ortszeit, 4.00 Uhr MEZ) verübt und dabei Stellungen südlich der Hauptstadt getroffen, so SANA unter Berufung auf eine Militärquelle.

Die syrischen Luftabwehrsysteme fingen laut SANA die meisten Raketen ab. „Zwei Zivilisten wurden getötet, und es entstand ein erheblicher Sachschaden“, meldete die Agentur.

Die Beobachtungsstelle sagte, die Angriffe hätten „ein Waffen- und Munitionsdepot getroffen, das von den vom Iran unterstützten Milizen in der Nähe des internationalen Flughafens von Damaskus betrieben wird“. Die Beobachtungsstelle konnte die Berichte über zwei Todesopfer nicht bestätigen.