UNO warnt vor sexueller Gewalt und Menschenhandel

Flüchtlinge aus der Ukraine sind von sexueller Ausbeutung und Menschenhandel bedroht – davor warnen UNO-Fachleute im Rahmen der 66. Jahrestagung der Frauenstatuskommission der Vereinten Nationen in New York.

Die UNO setzt auf Prävention, auch in Österreich wendet man sich mit Informationsmaterialien an Ukrainerinnen. Über 90 Prozent der aus der Ukraine Vertriebenen seien Frauen und Kinder, sagte Ruvendrini Menikdiwela vom UNHCR.

Die Gefahren für diese Gruppen sind vielfältig: Eltern und ihre Kinder können im Krieg nicht nur verletzt oder getötet werden, Kinder können auch ihren Zugang zu Bildung und ihre Heimat verlieren, so der UNICEF-Direktor für Katastropheneinsätze, Manuel Fontaine, im Gespräch mit der APA. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres warnte indes vor Menschenhändlern, die den Krieg ausnutzen.

In Konflikten als Taktik genutzt

In vielen Konflikten werde sexuelle Gewalt als Taktik genutzt, bestätigte die UNO-Sonderbeauftragte für sexuelle Gewalt in Konflikten, Pramila Patten. Von der UNO bestätigte Fälle gebe es nicht, sagte Patten, das heiße aber nicht, dass diese nicht vorkommen. Sie zeigte sich allerdings davon überzeugt, dass diese Vorfälle vermeidbar sind.

Das UNHCR sei nun damit beschäftigt, an den Grenzen der Ukraine Systeme zu schaffen bzw. den Regierungen der Nachbarstaaten dabei zu helfen, damit diese auf die Bedürfnisse der Flüchtlinge eingehen und vulnerable Frauen und Kinder identifizieren können, sagte Menikdiwela.

Fachleute, die sich mit geschlechtsspezifischer Gewalt und dem Schutz vor sexueller Ausbeutung beschäftigen, würden Regierungen der Nachbarstaaten ebenfalls unterstützen. Auch habe man eine Kampagne initiiert, um Frauen über die Risiken auf der Flucht und ihre Handlungsmöglichkeiten zu informieren.