Österreich holt krebskranke Kinder aus Kriegsgebiet

Österreich hilft bei der Ausreise und medizinischen Versorgung von Krebspatienten aus der Ukraine. Fünf krebskranke Kinder aus Lwiw seien heute in Begleitung ihrer Mütter über Krakau kommend in das St. Anna Kinderspital in Wien überstellt worden, berichtete das Außenministerium. Bereits in der Vorwoche wurden fünf vertriebene ukrainische Krebspatientinnen und Krebspatienten aus Polen sowie 79 Waisenkinder aus der Ukraine nach Österreich gebracht.

Mit der steigenden Zahl von russischen Angriffen auf Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen in der Ukraine, laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab es bereits mehr als 70 solcher völkerrechtswidriger Angriffe seit Kriegsbeginn, sind auch die medizinischen Versorgungsmöglichkeiten längst an ihre Grenzen gestoßen.

Insbesondere für pädiatrische Onkologiepatienten, die eine laufende Krebsbehandlung benötigen, ergebe sich so eine Situation der Hoffnungslosigkeit, berichtete das Ministerium.

Die NGO St. Jude Children’s Research Hospital hatte in der Nacht auf Dienstag die österreichische Botschaft in Warschau um dringende Unterstützung bei der Übernahme von krebskranken Kindern gebeten. Mit vereinten Kräften des Außenministeriums, der Botschaft, des Gesundheitsministeriums, des Wiener Roten Kreuzes und des St. Anna Kinderspitals sowie in Abstimmung mit Flüchtlingskoordinator Michael Takacs wurde die medizinische Überstellung durchgeführt.