Berliner Staatsoper startet Saison mit Wagner-Marathon

Die Berliner Staatsoper Unter den Linden betitelt die kommende Saison 2022/23 mit „Uferlos“ – und entsprechend grenzenlos geht es dann auch los. So eröffnet Generalmusikdirektor Daniel Barenboim die Spielzeit am 2. Oktober mit Richard Wagners „Rheingold“ in einer Inszenierung von Dmitri Tschernjakow – gefolgt von den drei weiteren Teilen des „Ringes des Nibelungen“ bis 9. Oktober.

Der russische Regisseur Tschernjakow realisierte im Vorjahr bereits Wagners „Fliegenden Holländer“ in Bayreuth. Auch haben Barenboim und Tschernjakow gemeinsame Wagner-Erfahrung gesammelt und schon „Parsifal“ und „Tristan und Isolde“ realisiert. So ist man bestens gerüstet für den anstehenden Kraftakt, die insgesamt rund 16 Stunden des „Ringes“ in einer Woche über die Bühne zu bringen.

Auf „Das Rheingold“ am 2. Oktober folgen die „Walküre“ (3.), „Siegfried“ (6.) und schließlich „Götterdämmerung“ (9.). Unter den Rollendebüts findet sich Rolando Villazon als Loge im „Rheingold“.

Abseits von Wagner wird Barenboim auch bei „Samson et Dalila“ von Camille Saint-Saens, bei Georges Bizets „Carmen“ und – zum ersten Mal – bei Giuseppe Verdis „Don Carlo“ am Pult stehen. Diese Oper wird beim traditionellen Event „Staatsoper für alle“ auch live auf den benachbarten Bebelplatz übertragen.