Irlands Präsident Higgins auf Besuch in Wien

Der irische Präsident Michael Higgins ist bis Freitag zu Besuch in Wien. Heute empfängt ihn Bundespräsident Alexander Van der Bellen in der Hofburg.

Viel Platz bei ihrem Arbeitsgespräch werden laut irischer Präsidentschaftskanzlei „die Invasion und humanitäre Krise in der Ukraine und ihre Folgen für die Zukunft Europas, Multilateralismus und Neutralität“ einnehmen. Irland ist wie Österreich EU-, aber kein NATO-Mitglied.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen und der irische Präsident Michael D. Higgins beim Empfang mit militärischen Ehren in Wien
APA/Georg Hochmuth

Wie in anderen neutralen bzw. bündnisfreien Ländern Europas hat der russische Angriffskrieg auf die Ukraine auch in Irland zu einer Debatte über den eigenen außen- und sicherheitspolitischen Status geführt.

Higgins wird bei seinem Österreich-Besuch von Europaminister Thomas Byrne begleitet. Beide treffen heute auch Außenminister Alexander Schallenberg und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (beide ÖVP). Higgins will sich zudem mit der Generalsekretärin der in Wien ansässigen Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Helga Schmid, austauschen.

Morgen wird sich der 80-jährige Staatsgast, ein Soziologe und Dichter, in einem Vortrag an der Universität Wien mit der Rolle der Kultur für die Zukunft Europas auseinandersetzen.