Netzwerkausrüster Nokia verlässt Russland

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia will sich wie viele andere Firmen auch vom russischen Markt zurückziehen. In den vergangenen Wochen habe das Unternehmen die Auslieferungen ausgesetzt, das Neugeschäft gestoppt und seine begrenzten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aus Russland verlagert, teilte Nokia heute in Espoo mit.

Da Russland weniger als zwei Prozent des Nettokonzernumsatzes ausmache und die Nachfrage in anderen Regionen stark sei, bleibe der Ausblick auf das Gesamtjahr 2022 unverändert.

Allerdings werde der Ausstieg aus Russland im ersten Quartal zu einer Rückstellung von etwa 100 Millionen Euro führen. Für 2022 kalkuliert Nokia-Chef Pekka Lundmark bisher mit einem Umsatz von 22,6 bis 23,8 Milliarden Euro.