UNO will über „humanitäre Kontaktgruppe“ diskutieren

Die UNO will zusammen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan die Einrichtung einer „humanitären Kontaktgruppe“ unter Beteiligung der Ukraine und Russlands diskutieren. Eine solche Gruppe würde „von den Vereinten Nationen einberufen, um jederzeit auf virtueller oder tatsächlicher Basis humanitäre Fragen zu erörtern“, sagte der UNO-Koordinator für humanitäre Hilfe, Martin Griffiths.

Dabei könne es um die Überwachung des Waffenstillstands, die sichere Durchreise, Fluchtkorridore und andere Fragen zwischen den beiden Kriegsparteien gehen. Die Türkei sei auch an den Bemühungen beteiligt, etwa 800 Menschen aus der belagerten Stadt Mariupol am Asowschen Meer zu retten, sagte der UNO-Beamte.

Griffiths gab an, für das Treffen in dieser Woche in die Türkei reisen zu wollen. Kurz nach seiner Ankündigung wurde er jedoch positiv auf das Coronavirus getestet, womit die Reise nach Angaben seines Teams auf ein unbestimmtes Datum verschoben werden muss. Griffiths und UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hatten am Sonntag noch mit Erdogan telefoniert, um die Initiative zu besprechen.