Österreich hat bisher 5,43 Mio. Impfdosen gespendet

In Österreich sind bisher mehr als 18 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus verimpft worden. Fast 5,43 Millionen Dosen wurden an andere Länder gespendet. Bei 390.602 in der Verfügungsgewalt des Bundes befindlichen Dosen wurde das Verfallsdatum überschritten (Stand: Mitte April 2022). Davon entfiel ein Großteil auf die Vektorimpfstoffe der Hersteller AstraZeneca und Johnson & Johnson, teilte das Gesundheitsministerium auf APA-Anfrage mit.

Diese werden allerdings nicht vernichtet, „sondern produktgerecht verwahrt, da teilweise mit einer rückwirkenden Verlängerung der Haltbarkeit seitens der Europäischen Arzneimittelagentur zu rechnen ist“, hieß es seitens des Ministeriums. Außerdem sei man grundsätzlich bestrebt, das Ablaufen von größeren Impfstoffmengen durch Spenden an andere Staaten und eine konsequente Anwendung des First-In-First-Out-Prinzips zu verhindern.

Bangladesch war größter Abnehmer

Aktuellen Zahlen des Ministeriums zufolge hat Österreich insgesamt 5.428.020 Impfstoffdosen zum Schutz vor Covid-19 gespendet, davon 3.803.200 direkt an bedürftige Staaten. Der größte Abnehmer war Bangladesch, das in zwei Tranchen etwas mehr als 1,25 Millionen AstraZeneca-Dosen erhalten hat. Eine Million ging in drei Tranchen in den Iran, 345.000 nach Ghana.

In einer ersten Tranche hat die Ukraine 250.000 Dosen bekommen. Weitere 1.624.800 Dosen wurden über GAVI/COVAX – eine Initiative, die einen weltweit gleichmäßigen und gerechten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen gewährleisten will – an andere Länder übergeben. Darüber hinaus warten weitere an COVAX gespendete Dosen noch auf die Auslieferung in die jeweiligen Empfängerländer.