Polen: Deutsche Panzerlieferung reicht nicht

Der polnische Vizeaußenminister Szymon Szynkowski vel Sek hat die Entscheidung der deutschen Regierung für Panzerlieferungen in die Ukraine zwar begrüßt, sie aber gleichzeitig als unzureichend kritisiert. Die Genehmigung des Exports von Gepard-Flugabwehrpanzern der Rüstungsindustrie könne nur ein erster Schritt sein, sagte er heute vor einem Treffen des polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki mit dem deutschen Kanzler Olaf Scholz (SPD) in Berlin. „Die Gepard-Panzer reichen nicht aus. Wir machen mehr als Deutschland, andere Länder machen mehr. Das zeigen auch Statistiken.“

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hatte die Ankündigung Deutschlands zuvor ausdrücklich begrüßt. Deutschland sei „ein toller Freund und Verbündeter“ der USA, sagte Austin nach dem internationalen Treffen auf dem US-Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Ramstein. Die Überlassung der 50 Flugabwehrpanzer vom Typ Gepard sei ein „bedeutender“ Schritt, der der Ukraine wichtige zusätzliche Fähigkeiten bringe. Die USA und ihre Verbündeten stünden zusammen, um die Ukraine angesichts des russischen Angriffskrieges zu unterstützen, sagte Austin.