Bayer verteidigt verbliebene Aktivitäten in Russland

Der deutsche Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer hat seine verbliebenen Aktivitäten in Russland verteidigt. „Einer Krebspatientin in Sankt Petersburg nun lebenswichtige Medikamente vorzuenthalten hieße in letzter Konsequenz nichts anderes, als den Tod weiterer Zivilisten in Kauf zu nehmen“, sagte Bayer-Chef Werner Baumann heute bei der Onlinehauptversammlung des Konzerns. „Damit wäre niemandem geholfen.“

Der Leverkusener Konzern habe bereits auf den Krieg der russischen Führung reagiert und etwa Werbung und Investitionen in Russland gestoppt. „Wir haben alle Ausgaben in Russland eingestellt, die nicht unmittelbar mit unseren unverzichtbaren Produkten zusammenhängen“, sagte der Bayer-Chef.

Gleichzeitig empfinde man „eine ethische Verpflichtung“ für die Zivilbevölkerung in Russland. „Dieser vollkommen sinnlose Krieg hat bereits sehr viele Menschenleben gekostet.“