Dolly Parton kokettiert nun doch mit „Rock & Roll Hall of Fame“

Sinneswandel bei der Country-Ikone Dolly Parton: Im März wollte sich die „Jolene“-Sängerin aus dem Rennen um einen Platz in der „Rock & Roll Hall of Fame“ zurückziehen, doch jetzt würde sie diese Ehre nicht mehr ausschlagen. Sie würde den Platz „höflich“ annehmen, denn es seien ja auch Fans an der Abstimmung beteiligt, sagte Parton (76) gestern im Interview mit dem US-Radiosender NPR. Sie habe inzwischen erfahren, dass diese Ehrung nicht nur für Rockmusiker gelte.

US-Country-Ikone Dolly Parton
APA/AFP/Getty Images/Michael Loccisano

Sie selbst habe sich schließlich nie als Rocksängerin gesehen, führte die Country-Legende weiter aus. Die Ruhmeshalle in Cleveland im US-Staat Ohio hatte im Februar insgesamt 17 Nominierungen für dieses Jahr bekanntgegeben. Als Anwärter wurden neben Parton unter anderem Eminem, Beck, Lionel Richie, Carly Simon sowie die Bands Duran Duran, Judas Priest und Rage Against The Machine genannt.

Entscheidung im Mai

Sie fühle sich sehr geschmeichelt, aber sie habe nicht das Gefühl, dieses Recht zu verdienen, teilte Parton dann im März mit. Sie würde sich „respektvoll zurückziehen“. Kurz danach gab die Ruhmeshalle bekannt, dass Parton dennoch wählbar bleibe, denn die Stimmzettel seien bereits an die 1.100 Wahlberechtigten verschickt worden. Die Stiftung schrieb dazu, dass der Rock & Roll „tiefe Wurzeln im Rythm & Blues sowie in der Country-Musik“ habe.

Neben den Stimmen von Künstlern und Musik-Experten fließen auch die von Fans in das Votum ein. Im Mai soll die Entscheidung fallen, welche der 17 Nominierten in das Museum aufgenommen werden. Bedingung für die Teilnahme ist, dass die Veröffentlichung des ersten Albums mindestens 25 Jahre zurückliegen muss.