Erneut Tote bei Brand in russischer Rüstungsfabrik

Bei einem Brand in einer russischen Munitionsfabrik in der Millionenstadt Perm am Ural sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. „Drei Arbeiter sind bei dem Unfall zu Schaden gekommen, davon ist einer noch vor Ort gestorben, zwei wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Einer davon starb später in der Klinik“, teilte die regionale Behörde für Arbeitsschutz gestern mit. Der Vorfall selbst soll sich am Sonntagabend ereignet haben.

Videobilder zeigen eine kilometerhohe Rauchsäule. Zudem berichteten Augenzeugen davon, dass die gesamte Produktionshalle in die Luft geflogen sei. Die staatliche „Schießpulverfabrik Perm“ stellt unter anderem Ladungen für die Mehrfachraketenwerfer „Grad“ und „Smertsch“ her, die Russland auch im Krieg gegen die Ukraine verwendet.

Seit Ausbruch des Kriegs gab es bereits mehrere Unfälle und Brände in russischen Rüstungsbetrieben und militärischen Einrichtungen. So war Mitte April ein zentrales Forschungsinstitut der russischen Raketenstreitkräfte in der Stadt Twer, nördlich von Moskau, völlig abgebrannt. Nachdem zunächst von sechs Toten die Rede gewesen war, hatte sich die Opferzahl bis Ende April Medien zufolge auf insgesamt 20 erhöht.