Halb Schanghai erreicht Null-Covid-Status

In Schanghai hat nach wochenlangem Lockdown die Hälfte der chinesischen Millionenmetropole den Null-Covid-Status erreicht. Die Behörden meldeten heute diesen Status für acht der 16 Bezirke der Stadt, an den strikten CoV-Maßnahmen soll aber weiter festgehalten werden. Noch sei nicht der richtige Zeitpunkt für Lockerungen.

Kritik an seiner strikten Null-Covid-Politik seitens der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wies China als „unverantwortlich“ zurück. „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die derzeitige Situation nicht stabil ist und das Risiko eines erneuten Ausbruchs weiterhin besteht“, sagte der stellvertretende Direktor der Schanghaier Gesundheitsbehörde, Zhao Dandan, auf einer Onlinepressekonferenz.

Die Zahl der Fälle in Schanghai mit rund 26 Millionen Menschen ist insgesamt mit 1.487 Infektionen auf den niedrigsten Stand seit dem 23. März gesunken. Chinas größte Stadt verzeichnete gestern zum ersten Mal seit dem 1. Mai keine Fälle außerhalb der Gebiete mit den strengsten Beschränkungen. Die Wirtschaftsmetropole befindet sich in der sechsten Woche eines strikten Lockdowns.

Ein Beamter des Schanghaier Zentrums zur Kontrolle und Prävention von Krankheiten verteidigte die strengen Quarantänemaßnahmen und wies Vorwürfe zurück, Beamte hätten ihre Befugnisse überschritten: „Die Maßnahmen, die wir derzeit umsetzen, stehen im Einklang mit den einschlägigen Gesetzen und Vorschriften.“