Bulgarien bestellt Flüssiggas aus den USA

Bulgarien hat nach dem Gaslieferstopp aus Russland nun Lieferungen von Flüssiggas aus den USA vereinbart. Die ersten US-amerikanischen Flüssiggaslieferungen sollen im Juni zu Preisen etwas unter denen des russischen Energiekonzerns Gasprom erfolgen, wie Regierungschef Kiril Petkow gestern Abend nach seiner Rückkehr von einem Arbeitsbesuch in den USA erläuterte. In Washington war Petkow mit US-Vizepräsidentin Kamala Harris zusammengetroffen.

Der russische Energiekonzern Gasprom hatte Ende April die Gaslieferungen für Bulgarien eingestellt, da das EU-Land nicht wie von Moskau gefordert in Rubel bezahlen wollte. Das fast komplett vom russischen Erdgas abhängige einstige Ostblockland ist nun bemüht, alternative Gaslieferungen zu sichern.

Bulgarien erwarte nach Petkows Worten auch Gas aus Aserbaidschan. Gespräche würden auch mit anderen Staaten geführt. Es war keine Begrenzung des Gasverbrauchs notwendig.