Däne von nigerianischem Gericht zum Tode verurteilt

Ein dänischer Staatsbürger ist nach dem Mord an seiner nigerianischen Ehefrau und ihrer gemeinsamen dreijährigen Tochter in Nigeria zum Tode verurteilt worden. Das Gericht in Lagos befand, dass die Staatsanwaltschaft genügend Beweise für eine Verurteilung des Mannes vorgelegt habe. Seine Strafe soll durch Erhängen vollzogen werden.

Dem Dänen sei der Mord aufgrund der Obduktion der beiden Verstorbenen, von DNA-Beweisen und Zeugenaussagen nachgewiesen worden, berichtete der unabhängige Fernsehsender TVC News. Außerdem habe der Mann schon vor der Tat häusliche Gewalt gegenüber seiner Frau ausgeübt.

Die Morde hat er am 5. April 2018 in dem Haus des Paares im wohlhabenden Banana Island-Viertel von Lagos verübt. Es wird angenommen, dass der Mann dort seine Ehefrau und Tochter erstickt hat. Der Täter hatte den Mord zu Beginn der Anhörung im Juni 2018 abgestritten.

Die Tat hatte in der Öffentlichkeit Empörung ausgelöst. In dem westafrikanischen Land mit 212 Millionen Einwohnern ist es üblich, dass für Mord die Todesstrafe durch Erhängen verhängt wird.