Nehammer: Österreich versorgt bis zu 100 Schwerverletzte

Österreich wird bis zu 100 schwer verletzte Menschen aus der Ukraine aufnehmen und medizinisch versorgen. Das vereinbarte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) heute in einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und wenige Stunden später auch mit Premier Denys Schmyhal. Themen der Gespräche waren die Lage im Donbas angesichts der schweren Kämpfe, humanitäre Hilfsleistungen sowie die Sicherstellung der globalen Ernährungssicherheit.

Österreich werde vor allem Frauen und Kinder aufnehmen, medizinisch behandeln und die medizinische Rehabilitation sicherstellen, wofür Selenskyj sich bedankte. Die Übernahme wird unter Federführung von Flüchtlingskoordinator Michael Takacs organisiert.

Die Verletzten werden u. a. in AUVA-Spitälern untergebracht und versorgt werden. „Das ist unsere humanitäre Pflicht, die wir gerne übernehmen. Es geht hier u. a. um Menschen, die durch Bomben oder Granaten Gliedmaßen verloren haben, jetzt Behandlung, aber auch Nachsorge wie z. B. Prothesen benötigen“, sagte der Kanzler.

Österreich hat bereits rund 70.000 ukrainische Vertriebene aufgenommen und untergebracht, auch dafür dankte Selenskyj den Österreicherinnen und Österreichern. Auch die Möglichkeiten für einen Gefangenenaustausch zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation wurden in den Gesprächen zwischen Nehammer, Selenskyj und Schmyhal erörtert.