Biden besucht texanische Gemeine Uvalde

Nach den tödlichen Schüssen in einer Volksschule im Bundesstaat Texas wird US-Präsident Joe Biden heute in der betroffenen Gemeinde Uvalde erwartet. Biden hatte angekündigt, er werde gemeinsam mit seiner Ehefrau Jill nach Texas reisen und sich dort mit betroffenen Familien treffen. Ein 18-Jähriger hatte am Dienstag 19 Kinder und zwei Lehrerinnen erschossen. Ermittlungen legten erhebliche Versäumnisse der Polizei bei dem Einsatz offen. Angehörige erhoben daher schwere Vorwürfe.

Biden hatte im Voraus mitgeteilt, er wolle bei seinem Besuch in Texas den betroffenen Familien sein Mitgefühl zeigen und der Gemeinde etwas Trost spenden in einer Zeit von Schock, Trauer und Trauma. Zu den Gefühlen der Angehörigen mischt sich inzwischen zunehmend Wut.

Gedenkstätte für die Opfer
AP/Jae C. Hong

Der Direktor der Behörde für öffentliche Sicherheit in Texas, Steven McCraw, hatte am Freitag erschütternde neue Erkenntnisse vorgestellt, die für Fassungslosigkeit sorgten. Laut den Angaben waren bereits zu einem frühen Zeitpunkt 19 Polizisten im Gang vor dem Klassenraum präsent, in dem sich der Amokläufer verschanzt hatte. Die Beamten unternahmen aber mehr als 45 Minuten lang keine Versuche, in den Raum einzudringen, sondern warteten auf Spezialkräfte zur Verstärkung.