Auch Reisebüro des Pensionistenverbands bekam CoV-Geld

Auch das im Eigentum des SPÖ-Pensionistenverbands (PVÖ) stehende Reisebüro hat CoV-Hilfen aus dem „Non-Profit-Organisationen-Unterstützungsfonds“ erhalten. Die „SeniorenReisen Reisebüro GmbH“ habe am 16. Juni 2021 exakt 111.349 Euro aus dem NPO-Fonds erhalten, berichtete die „Tiroler Tageszeitung“ heute. Geschäftsführerin Gerlinde Zehetner und PVÖ-Generalsekretär Andreas Wohlmuth bestätigten im Gespräch mit der APA die Zahlung.

Sowohl Zehetner als auch Wohlmuth begründeten das mit den rechtlichen Bestimmungen. Die „SeniorenReisen Reisebüro GmbH“ sei zwar ein Wirtschaftsunternehmen wie andere Reisebüros auch und zahle auch genau so Steuern. Dieses Reisebüro sei aber seit rund 45 Jahren im Eigentum des Pensionistenverbandes, der seit seiner Gründung im Jahr 1949 ein Verein ist.

„Komische Optik, aber nichts Ehrenrühriges dabei“

Wirtschaftsunternehmen im Eigentum von Vereinen hätten nicht wie andere Betriebe um allgemeine Förderungen wie den Fixkostenzuschuss ansuchen dürfen, sondern ihre Anträge beim NPO-Fonds einreichen müssen, erläuterten Zehetner und Wohlmuth. Ein Ansuchen um einen Fixkostenzuschuss wäre auch ihr lieber gewesen, weil damit vermutlich eine höhere Förderung verbunden gewesen wäre, so die Geschäftsführerin.

Zehetner gestand zu, dass die Optik mit dem NPO-Fonds vielleicht ein bisschen „komisch“ wirken könne. Sie betonte aber, dass „nichts Ehrenrühriges“ dabei sei, wenn sich ihr Reisebüro so wie andere Unternehmen um eine Förderung bemüht habe. Die Senioren-Reisen seien auf dem freien Markt tätig und stünden in Konkurrenz zu allen anderen Reisebüros.