Weingutverkauf: Pitt unterstellt Jolie böse Absicht

US-Schauspieler Brad Pitt hat seiner Ex-Frau Angelina Jolie wegen des Verkaufs ihres Anteils am gemeinsamen französischen Weingut an einen russischen Oligarchen böse Absichten unterstellt.

In einer neuen Klageschrift, die am Freitag bei einem Gericht in Los Angeles einging, sagen Pitts Anwälte, dass Jolie mit dem Verkauf an einen „Fremden mit giftigen Verbindungen und Absichten“ versucht habe, Pitt „Schaden zuzufügen“.

Pitt und Jolie gehörte das Weingut in Südfrankreich, auf dem sie auch die Hochzeit gefeiert hatten, bis vergangenen Oktober jeweils zur Hälfte. Dann verkaufte Jolie ihre Hälfte an eine Tochtergesellschaft des Getränkekonglomerats des russischen Milliardärs Jurij Schefler. Pitt hatte im Februar gegen den Verkauf geklagt.

Gut Miraval in Frankreich
APA/AFP/Michel Gangne

Seinen Angaben zufolge hatte sich das Paar nach der Scheidung 2016 darauf geeinigt, seine Anteile nicht ohne die Zustimmung des jeweils anderen zu verkaufen. Er beschuldigte Jolie zudem, mit dem Verkauf „unverdiente“ Gewinne zu erzielen.

Neue Vorwürfe nach Kriegsbeginn

Nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine erweiterte Pitts Anwaltsteam die Vorwürfe nun. In der neuen Klageschrift heißt es, Schefler unterhalte „persönliche und berufliche Beziehungen zu Personen aus dem inneren Kreis von Wladimir Putin“.

Trotz „Scheflers verzweifelten Versuches, sich vom Putin-Regime zu distanzieren“, sei dessen Wodka-Marke „Stoli heute eine massive internationale Belastung“. Stoli-Wodka sei „ein Synonym für Russland, wie die zahllosen Bilder von Verbrauchern, die Stoli-Wodka in den Abfluss schütten, deutlich machen“.

Auch saudischer Kronprinz erwähnt

In der Klageschrift wird nun auch der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman als Teil von Scheflers „Netzwerk schlecht beleumundeter beruflicher Partner“ aufgeführt. Das drohe den Ruf des Weinguts „nachhaltig zu schädigen“.

Schefler ist seit Langem ein ausgesprochener Kritiker Putins. Sein Getränkekonglomerat Stoli hat seinen Sitz in Lettland. Im März, nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine, sagte Shefler, dass er „seit 2002 aufgrund meiner Opposition gegen Putin im Exil“ lebt. Er beschwor seine „Solidarität mit der Ukraine“.