UNO: „Beispiellose Welle von Hunger und Elend“

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat vor einer rasanten Verschlimmerung der Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die globale Ernährungs- und Energiesicherheit gewarnt.

„Für Menschen auf der ganzen Welt droht der Krieg in der Ukraine eine beispiellose Welle von Hunger und Elend auszulösen und ein soziales und wirtschaftliches Chaos zu hinterlassen“, sagte Guterres gestern.

Weltweit seien 1,6 Milliarden Menschen von der vielschichtigen Krise aus Krieg, Coronavirus und Klimawandel betroffen.

Guterres fordert Ende der russischen Invasion

Weltweit würden mehr Menschen hungern, die Kosten von Energieträgern stiegen drastisch an, während die Einnahmen bei einer Vielzahl von Arbeiterinnen und Arbeitern zurückgegangen seien.

Die Zahl der Menschen, die von mangelhafter Versorgung mit Nahrungsmitteln betroffen seien, habe sich in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt, so Guterres. „Es gibt nur einen Weg, diesen aufziehenden Sturm zu stoppen: Die russische Invasion in der Ukraine muss beendet werden.“

Getreideblockade: Zweifel an schneller Korridorlösung

In den von Russland blockierten Schwarzmeer-Häfen lagern ukrainischen Angaben zufolge mittlerweile weit über 20 Millionen Tonnen Getreide. Auch nach einem türkischen Vermittlungsversuch samt Ankara-Besuch von Russlands Außenminister Sergej Lawrow zeichnet sich weiter keine schnelle Lösung ab. Das liegt zum einen an den Bedingungen aus Moskau – zum anderen aber auch am Faktor Zeit: Allein die Minenräumung dauere wohl Monate, wie ein Experte zu bedenken gab.

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