NATO will bei Gipfel künftige Linie abstecken

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat das Militärbündnis anlässlich des morgen beginnenden Gipfeltreffens in Madrid auf verstärkte Anstrengungen zur gemeinsamen Verteidigung eingeschworen.

„Der Gipfel in Madrid ist entscheidend“, sagte Stoltenberg heute in der spanischen Hauptstadt bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez. Das Treffen steht ganz im Eindruck des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

„In einer zunehmend gefährlichen Welt“

Das neue strategische Konzept werde zur „Blaupause der NATO in einer zunehmend gefährlichen und unberechenbaren Welt“, sagte Stoltenberg. Er kündigte fundamentale Änderungen zur Abschreckung und Verteidigung mit Militärkräften an, die weiter vorne an den NATO-Grenzen stünden und mit dort bereitstehendem Material ausgerüstet seien.

Stoltenberg kündigte auch weitere Hilfen für die Ukraine an, um die Selbstverteidigung des Landes zu unterstützen. „Es ist extrem wichtig, dass wir zu weiterer Unterstützung bereit sind, denn die Ukraine erlebt eine Brutalität, die wir seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen haben“, sagte Stoltenberg.