Kiew: Russische Phosphorbomben auf Schlangeninsel

Die Ukraine hat der russischen Armee vorgeworfen, die Schlangeninsel im Schwarzen Meer gestern mit Phosphorbomben angegriffen zu haben. Moskaus Truppen hätten am Abend „zweimal einen Luftangriff mit Phosphorbomben ausgeführt“, schrieb der ukrainische Armeechef Walerij Saluschny auf Telegram. Erst am Vortag hatte die russische Armee ihren Rückzug von der ukrainischen Insel erklärt, die sie zuvor vier Monate lang besetzt gehalten hatte.

Standbild eines ukrainischen Militärvideos der Schlangeninsel
Reuters/Ukrainische Streitkräfte via Telegram

Die russischen Angriffe seien Saluschnys Angaben zufolge gegen 18.00 Uhr Ortszeit erfolgt. Die Phosphorbomben seien von SU-30-Fliegern der russischen Armee abgeworfen worden. Phosphorwaffen sind völkerrechtlich nicht explizit verboten – allerdings ist ihr Einsatz laut einer Waffenkonvention von 1980 gegen Zivilisten und in städtischen Gebieten geächtet. Sie können schwerste Verbrennungen sowie Vergiftungen verursachen.