Berüchtigter Folterer von Argentiniens Diktatur gestorben

Einer der berüchtigsten Folterer der früheren argentinischen Militärdiktatur ist im Alter von 93 Jahren in der Haft gestorben. Der einstige Vizepolizeichef der Provinz Buenos Aires, Miguel Etchecolatz, starb gestern (Ortszeit) in einem Krankenhaus an Herzversagen.

Etchecolatz war laut Medienberichten einige Tage zuvor in die Klinik verlegt worden. Er war in einer Serie von Prozessen zu neunmal lebenslänglicher Haft verurteilt worden, zuletzt erst im Mai.

„Und ich würde es wieder tun“

Während der Militärdiktatur (1976-83) hatte Etchecolatz 21 Geheimgefängnisse geleitet, in denen Tausende Menschen gefoltert und getötet wurden. Eines der von ihm befehligten Kommandos war für die Entführung einer Gruppe von Schülern im Alter zwischen 14 und 17 Jahren im September 1976 verantwortlich. Nur vier der Schüler überlebten. „Wegen meines Postens oblag es mir zu töten, und ich würde es wieder tun“, sagte Etchecolatz in einem seiner zahlreichen Prozesse aus.