Frankreich und Portugal kämpfen erneut mit Waldbränden

In Frankreich und Portugal sind erneut mehrere Waldbrände ausgebrochen. Bei einem Feuer im südostfranzösischen Departement Gard wurden gestern nach Angaben der Feuerwehr vier Einsatzkräfte verletzt, einer schwer. Der Feuerwehrmann sei mit Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht worden. In Portugal waren bei einem Brand nördlich von Lissabon rund 400 Feuerwehrleute im Einsatz.

Das Feuer im Südosten Frankreichs zerstörte rund 350 Hektar Fläche. Südlich von Nimes musste wegen der starken Rauchentwicklung die Autobahn A9 nach Spanien teilweise gesperrt werden. Nahe Marseille konnte am Abend nach Behördenangaben ein weiteres Feuer, das sich auf rund 35 Hektar ausgebreitet hatte, eingedämmt werden.

Frankreich steht nächste Woche eine erneute Hitzewelle bevor. Für heute werden im Süden das Landes 35 bis 39 Grad erwartet. Den Höhepunkt wird die Hitzewelle voraussichtlich am Mittwoch mit Spitzenwerten von bis zu 40 Grad im Südwesten erreichen. Mitte Juli erst hatten zwei Waldbrände mehrere zehntausend Hektar Land im Südwesten Frankreichs an der Atlantikküste zerstört.

Erneut über 40 Grad erwartet

Auch in Portugal war die Feuerwehr wegen mehrerer Waldbrände im Einsatz. Ein größeres Feuer brach gestern nahe der Kleinstadt Mafra nördlich von Lissabon aus, wie die Zivilschutzbehörde mitteilte. Ein Altersheim mit 30 Bewohnern wurde vorsorglich evakuiert.

Bei weiteren Bränden im Norden und in der Mitte des Landes waren insgesamt mehr als tausend Feuerwehrleute im Einsatz. Die Temperaturen waren am Wochenende in diesen Regionen stark angestiegen. Für einen Teil Nord- und Zentralportugals wurde wegen Temperaturen von über 40 Grad eine Warnung herausgegeben.

Die Hitze wird nach Angaben des portugiesischen Meteorologischen Instituts noch bis mindestens morgen andauern. Seit Jahresbeginn sind in Portugal nach vorläufigen Daten des Naturschutzinstituts ICNF bereits mehr als 58.000 Hektar Land in Flammen aufgegangen.