Tochter von Evergrande soll über eine Mrd. Dollar zahlen

In China soll eine Tochter des strauchelnden Immobilienriesen Evergrande 1,3 Mrd. Dollar (1,28 Mrd. Euro) zahlen, weil sie einen Kredit nicht bedienen kann. Die Evergrande Group Nanchang sei ihren Verpflichtungen einem ungenannten Gläubiger gegenüber nicht nachgekommen, hieß es gestern in einer Evergrande-Pflichtmitteilung an die Börse Hongkong. Daher soll sie eine für den Kredit hinterlegte Garantie nun auszahlen.

Dabei handelt es sich um eine Beteiligung an der Bank Shengjing im Wert von 1,3 Mrd. Dollar. Evergrande sollte im vergangenen Monat einen Plan zur Umstrukturierung vorlegen und damit einen Weg zur Vermeidung der Insolvenz. Der Immobilienriese teilte am Freitag aber lediglich mit, er mache „positive Fortschritte“ – Einzelheiten blieb der Konzern schuldig.

Evergrande hatte zur Schuldenreduzierung in den vergangenen Monaten Beteiligungen an anderen Firmen und Teile seines eigenen Geschäfts verkauft. Im Angebot ist nach wie vor der Hauptsitz in Hongkong, ein Gebäude mit 26 Stockwerken, das mehr als eine Milliarde Euro einbringen soll.