AKW: Ukraine will IAEA-Mission, Russland „bereit“

Nach Beschüssen des Atomkraftwerks Saporischschja fordert die Ukraine einen von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) geleiteten Experteneinsatz auf dem Gelände. Dieser sollte spätestens bis Ende des Monats stattfinden, so der Ständige Vertreter der Ukraine bei den internationalen Organisationen in Wien, Jewgenij Zymbaljuk, gestern.

Russland sei für einen solchen Besuch „bereit“, zitierte die Nachrichtenagentur RIA Nowosti Russlands multilateralen Botschafter in Wien, Michail Uljanow. Gleichzeitig warf das russische Außenministerium Kiew vor, einen IAEA-Besuch blockieren zu wollen. Russland und Kiew werfen sich gegenseitig die Angriffe auf das AKW vor.

Keine erhöhte Strahlung

Durch die Kampfhandlungen um das AKW kam es nach Erkenntnissen der USA bisher jedenfalls nicht zu einer Freisetzung von Radioaktivität. „Wir beobachten die Aktivitäten weiterhin genau: Das Kraftwerk, das Energieministerium und die nationale Behörde für nukleare Sicherheit berichten, dass die Strahlungssensoren weiterhin Daten liefern – und glücklicherweise haben wir keine Anzeichen für erhöhte oder abnormale Strahlungswerte festgestellt“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre.

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