Bauern 2021 nach vier Jahren wieder mit mehr Gewinn

Im Vorjahr haben Österreichs Land- und Forstwirtinnen und -wirte erstmals seit 2017 wieder ein Einkommensplus verbucht. Es fiel dafür mit 15 Prozent deutlich aus, geht aus dem Grünen Bericht hervor, der morgen ans Parlament geleitet wird. „Das ist eine positive Entwicklung, aber kein Grund für Euphorie“ kommentierte Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) die Entwicklung. Denn im Vergleich zu vor zehn Jahren stagniere das Einkommen der Bauern noch.

Im Vorjahr kamen zwei Entwicklungen zusammen, die zu dem Einkommensanstieg geführt haben: Einerseits sind die Preise für agrarische Produkte gestiegen. Andererseits haben auch die umfangreichen Covid-Hilfen von Umsatz- und Verlustersatz bis zum Ausfallbonus die Einkommen gepolstert.

2022 werde aber aufgrund der Teuerung „noch herausfordernder“ als 2021, erwartet Totschnig. Er baut darauf, dass das Entlastungspaket für ganz Österreich im Volumen von 28 Mrd. Euro den Bauern helfen wird, ihre Einkommen zu halten. Dazu kommen spezifische Unterstützungen.

Agrarische Handelsbilanz ausgeglichen

Der Produktionswert der Land- und Forstwirtschaft lag 2021 bei 10,9 Mrd. Euro, der Sektor trug 1,2 Prozent zur Bruttowertschöpfung bei. Die agrarischen Exporte legten um 8,5 Prozent auf 13,84 Mrd. Euro zu – und lagen dadurch wertmäßig mit den Importen gleichauf (13,88 Mrd. Euro).

Die Einkommen der Bauern aus Land- und Forstwirtschaft betrugen im Vorjahr im Schnitt 32.246 Euro. Biobetriebe haben weiter deutlich höhere Einkünfte als konventionelle Betriebe, auch wenn letztere im Vorjahr etwas aufholen konnten. Auch hat sich gezeigt, dass die Produktion pflanzlicher Erzeugnisse zulegte, während die tierische Produktion abnahm.