USA schicken Flugzeugträger nach Südkorea

Inmitten wachsender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben die USA einen Flugzeugträger mit Begleitschiffen nach Südkorea geschickt.

Die „USS Ronald Reagan“ traf heute zu ihrem ersten Besuch in Südkorea in fast vier Jahren in der südöstlichen Küstenstadt Busan ein, wie der Informationsverteilerdienst des US-Verteidigungsministeriums mitteilte.

Flugzeugträger „USS Ronald Reagan“ im Hafen von Busan
Reuters/Daewoung Kim

Der Besuch sei von strategischer Bedeutung für die Beziehungen zwischen den USA und Südkorea sowie „eine klare und unzweideutige Demonstration des US-Engagements für die Allianz“, sagte der Befehlshaber der Flugzeugträgerkampfgruppe fünf der US-Pazifikflotte, Michael Donnelly, der Mitteilung zufolge. Der Besuch sei Teil der Routineeinsätze in der Region.

Manöver soll Nordkorea abschrecken

Der Verband um die „USS Ronald Reagan“ wird nach Berichten südkoreanischer Medien an einem geplanten Seemanöver beider Länder vor der koreanischen Halbinsel teilnehmen. Das Manöver soll auch als Abschreckung gegen Nordkorea dienen. Für die Teilnahme des Flugzeugträgers gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Auch war der Beginn der Übungen noch nicht bekannt.

Zusammen mit der „USS Ronald Reagan“ kamen auch ein Lenkwaffenkreuzer und ein Zerstörer der US-Marine nach Busan. Der Verband ist normalerweise im japanischen Yokosuka stationiert. Wie Japan steht auch Südkorea unter dem atomaren Schutzschild der USA.

Die Spannungen in der Region haben nach einer Reihe von Tests mit atomwaffenfähigen Raketen durch Nordkorea in diesem Jahr zugenommen. Zuletzt hatte das Parlament des weithin abgeschotteten Landes ein Gesetz zu seiner Nuklearpolitik verabschiedet.

Dieses sieht unter anderem den Einsatz von Atomwaffen nicht nur bei einem Angriff feindlicher Kräfte, sondern schon bei einem drohenden Angriff auf die Führung vor. Die Verhandlungen zwischen den USA und Nordkorea kommen seit einem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen beiden Ländern im Februar 2019 in Vietnam nicht mehr voran.