Missbrauchsprozess gegen Kevin Spacey begann in New York

Der im Zuge der „#MeToo“-Bewegung in Verruf geratene Hollywood-Star Kevin Spacey steht seit gestern wegen des Vorwurfs vor Gericht, vor rund 35 Jahren einen Teenager sexuell belästigt zu haben. In New York begann ein vom Schauspieler Anthony Rapp („Star Trek: Discovery“) angestrengter Zivilprozess gegen den zweifachen Oscar-Preisträger.

Schauspieler Kevin Spacey vor dem Bundesgericht in New York
Reuters/Eduardo Munoz

Rapp wirft Spacey vor, ihn 1986 als damals 14-Jährigen sexuell attackiert zu haben. Er verlangt 40 Millionen Dollar Schadenersatz. Demnach soll der damals fast doppelt so alte Spacey Rapp bei einer Party in New York am Gesäß berührt, diesen auf ein Bett gehoben und sich dann auf ihn gelegt haben.

Der heute 50-jährige Rapp sagte aber nach Angaben von Bundesrichter Lewis Kaplan aus, dass es während des rund zweiminütigen Vorfalls „kein Küssen, kein Ausziehen, keinen Griff unter die Kleider und keine sexualisierten Äußerungen oder Anspielungen“ gegeben habe. Sowohl Spacey als auch Rapp erschienen in dem Bundesgericht im New Yorker Stadtteil Manhattan.