Drohnenangriff auf Kraftwerk auf annektierter Krim

Ein Kraftwerk in der Stadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim ist nach Behördenangaben von einer Drohne angegriffen worden. Bei dem Angriff in der Nacht auf heute sei ein Transformator in Brand gesetzt worden, der zu der Zeit aber nicht am Netz gewesen sei, schrieb Stadtchef Michail Raswoschaejew auf Telegram.

Niemand sei verletzt worden, Auswirkungen auf die Stromversorgung der Hafenstadt gebe es nicht. Die Drohne sei noch beim Anflug auf das Kraftwerk abgefangen worden. Sewastopol ist wichtig als Basis der russischen Scharzmeerflotte.

Immer wieder Angriffe hinter der Frontlinie

Auf der seit 2014 von Russland beanspruchten Halbinsel hat es in den vergangenen Monaten mehrere Explosionen in Militäranlagen sowie Drohnenangriffe gegeben. Die Ukraine bekennt sich nicht offiziell dazu. Doch legen die Vorfälle nahe, dass Kiew über Möglichkeiten verfügt, auch weit hinter der Front anzugreifen.

In der russisch kontrollierten Stadt Schachtarsk im Donbas ging am Mittwoch nach Medienberichten ein Tanklager in Flammen auf. Die Stadt liegt etwa 50 Kilometer von der Front entfernt östlich von Donezk. Die ukrainische Armee greift mit HIMARS-Raketenwerfern aus den USA, die eine hohe Reichweite haben, immer wieder Nachschublinien der Russen an.