Bolivien stoppt Export von Soja und Zucker

Aus Furcht vor einer Lebensmittelknappheit im eigenen Land stoppt Bolivien vorerst den Export von sechs Nahrungsmittelprodukten. Betroffen seien unter anderem Soja, Zucker und Rindfleisch, erklärte die Regierung des linksgerichteten Präsidenten Luis Arce.

Mit dem ab sofort geltenden Exportstopp solle „dem Risiko einer Knappheit oder von Preissteigerungen“ durch einen seit Tagen anhaltenden Generalstreik in der Region Santa Cruz entgegengewirkt werden.

Die Region Santa Cruz ist der wirtschaftliche Motor des Landes und zugleich eine Hochburg der rechtsgerichteten Opposition. Diese will mit dem Streik eine neue Volkszählung erzwingen, weil über die Bevölkerungsanteile in Bolivien sowohl die Zuwendungen an die einzelnen Regionen als auch die Zahl der Sitze im Kongress geregelt werden. Dadurch will die Opposition mehr Einfluss im Parlament bekommen.