Simon-&-Schuster-Fusion mit Bertelsmann gestoppt

Eine US-Bundesrichterin hat die von Bertelsmann angestrebte Übernahme des US-Buchverlags Simon & Schuster gestoppt. Florence Pan begründete das in ihrem Urteil gestern mit wettbewerbsrechtlichen Bedenken: Die Regierung habe überzeugend dargelegt, dass der geplante Zusammenschluss den Wettbewerb auf dem Markt für „US-Verlagsrechte an potenziellen Bestsellern“ entscheidend schwächen würde.

Die ausführliche Begründung für das Urteil bleibt nach ihren Angaben aus Gründen vertraulicher Firmeninformationen unter Verschluss.

Die Übernahme ist schon länger geplant. So hatte Bertelsmann bereits im November 2020 verkündet, dass die zu dem Gütersloher Konzern gehörende US-Verlagsgruppe Penguin Random House den Verlag Simon & Schuster für knapp 2,2 Milliarden Dollar (rund 2,2 Mrd. Euro) von der US-Mediengruppe ViacomCBS kaufen will. Das US-Justizministerium reichte dagegen aber eine Kartellklage ein, um die Übernahme zu verhindern.