Festnahmen nach Tod von Kindern vor Lampedusa

Zwei Senegalesen im Alter von 24 und 33 Jahren sind auf Anordnung der Staatsanwaltschaft der sizilianischen Stadt Agrigent wegen des Todes von zwei Kleinkindern bei einer Überfahrt über das Mittelmeer festgenommen worden. Die beiden mutmaßlichen Schlepper steuerten das Boot, auf dem am 21. Oktober vor der Küste von Lampedusa ein Feuer ausbrach. Dabei kamen ein zweijähriges Mädchen und ein knapp einjähriger Bub ums Leben.

Um die beiden Männer zu identifizieren, waren die Aussagen der Geflüchteten, die sich auf dem Boot befanden und ursprünglich aus Ghana und der Elfenbeinküste stammten, entscheidend, wie die Ermittler mitteilten. „Während der Fahrt führten der schlechte Zustand des Motors und die Unerfahrenheit der beiden Bootsführer zum Tod mehrerer Migranten, darunter der beiden Kleinkinder und einer im Meer vermissten Frau“, berichtete die Staatsanwaltschaft.

In der Nacht auf den 21. Oktober blieb der Motor des Bootes stehen. Einer der beiden Bootsführer verursachte bei dem Versuch, ihn wieder zu starten, Funken, die einen Brand auslösten. Das Feuer wurde von den an Bord verbliebenen Menschen mit Hilfe von Meerwasser unter großen Schwierigkeiten gelöscht.