Reporter ohne Grenzen plant Medien-Watchdog-Plattform

Angesichts der aktuellen Chataffäre hat Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich eine Liste mit Vorschlägen erstellt, um die Unabhängigkeit der Berichterstattung in Österreich zu stärken, wie die Organisation heute via Aussendung bekanntgab. Dazu gehören die Stärkung von Redaktionsräten, klare Richtlinien für Medienbetriebe sowie Aufklärungskommissionen bei Verdachtsfällen.

RSF plant zudem eine neue Plattform für Medienschaffende, „die zur Diskussion anregen soll, aber auch Verstöße intern aufzeigen kann“. Die Möglichkeit werde, wenn nötig, auch anonym angeboten, wie es hieß. Sie soll demnächst auf der RSF-Homepage auffindbar sein.

Fritz Hausjell, Präsident von RSF Österreich, sagte dazu, dass das journalistische Selbstverständnis bei einem Teil nachgeschärft werden müsse, die Medienkritik innerhalb der Branche müsse konsequenter werden. Daher biete RSF sich als Plattform für Aufklärung und Diskussion an.