Neues Strategiepapier zu digitalem Kulturerbe präsentiert

Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) und Digitalisierungsstaatssekretär Florian Tursky (ÖVP) haben heute die neue „Strategie Kulturerbe digital“ der Bundesregierung vorgestellt. Am Rande des Ministerrats präsentierten sie das rund 40 Seiten umfassende Papier, mit dem eine Standortbestimmung hinsichtlich der Nutzung digitaler Technologien für das Kulturerbe gelingen soll. Um das weiter voranzutreiben, stehen 15 Mio. Euro an Fördermitteln zur Verfügung.

„Die Frage der Digitalisierung von Kulturerbe ist nichts weniger als die Frage, wie wir die unglaublichen Schätze, die in unseren Museen, Archiven und anderen Einrichtungen schlummern, möglichst vielen Menschen zugänglich machen können“, wurde Mayer in einer Aussendung zitiert. Man wolle dazu beitragen, dass das kulturelle Erbe zukünftig „noch besser bewahrt, überliefert und durch neue Vermittlungsangebote zum Leben erweckt wird“.

Grundsätzlich gehe es darum, wie sich Digitales und Analoges ergänzen können. Tursky hob die neuen Zugänge zu Kunst, Kultur und kulturellen Daten hervor, die Digitalisierung schaffe. Das ermögliche „eine neue Art der Teilhabe an unserem so wichtigen kulturellen Erbe“.

Acht Handlungsfelder identifiziert

Insgesamt wurden acht Handlungsfelder identifiziert, von Strategieentwicklung über Vermittlung und Forschung bis zum rechtlichen Rahmen. Konkrete Maßnahmen sollen etwa hinsichtlich Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für digitale Kompetenzen in Kulturerbeinstitutionen oder für die Entwicklung individueller Digitalisierungsstrategien gesetzt werden.

Auch die Förderung digitaler Vermittlungsaktivitäten, die Stärkung der Forschung mit digitalen Schwerpunkten im Kulturerbesektor sowie die Exploration digitaler Wertschöpfungsketten sollen forciert werden.